Wieso zweifeln Ärzte an einer Praxis-Website?

Wieso zweifeln Ärzte an einer Praxis-Website?

Obwohl das Internet einem Arzt mit eigener Praxis so viele Möglichkeiten bietet, sehen viele Ärzte die Notwendigkeit einer Praxis-Website nicht gegeben.

Spricht das nun für eine erfolgreiche Praxis oder stellt das eher einen fatalen Trugschluss dar?

Wieso viele Ärzte denken, sie bräuchten keine Website

Ein ausschlaggebender Grund, wieso wir uns als Marketingagentur auf das Praxismarketing spezialisiert haben ist wohl der folgende:

Viele Ärzte sind sich über die enormen Chancen des Internets so gar nicht bewusst.

Wenn man einen Arzt fragt, ob er eine Praxiswebsite für wichtig hält, dann bekommt man immer noch von fast jedem zweiten ein „Nein“ zu hören. Auch online wird diese Meinung deutlich:

Viele Ärzte verzichten heutzutage ganz auf eine Praxis-Website. Und falls sie doch eine haben, ist diese wenig bis gar nicht überzeugend.

Aber wieso ist das heutzutage immer noch so?

Erfahrung als Alleinstellungsmerkmal

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass viele Ärzte in der Vergangenheit sehr erfolgreich ohne das Internet ausgekommen sind. Sie sind sozusagen „alte Hasen“ in der Branche und können sich nach jetzigem Zeitpunkt nicht über zu wenige Patienten beschweren. Im Gegenteil: Ihre Praxis ist gut ausgelastet.

Viele Arztpraxen haben sich ihren Patientenstamm über Jahre hinweg aufgebaut. Ärzte haben früher fast ausschließlich vom mündlichen Empfehlungsmarketing gelebt. Da spielt vor allem die langjährige Erfahrung eines Arztes eine enorm große Rolle. Ganz nach dem Motto: „Was lange währt, wird endlich gut.“

Vor allem die ältere Generation kennt die Praxis schon lange und kann deswegen gut auf eine Website oder online Arztbewertungsplattformen verzichten. Sie kommen ohnehin in die Praxis. Problem daran: Die Patienten werden auch nicht jünger!

Aus diesem Grund müssen sich gerade langerfahrene Ärzte früher oder später mit der Zukunft ihrer Praxis auseinandersetzen. Orientiert sich ein Arzt nur an den Ansprüchen ihrer treuen Patienten, werden andere, vor allem jüngere Zielgruppen außer Acht gelassen. Das kann mit dem Blick in die Zukunft fatale Folgen haben.

Die Gesundheit ist schließlich ein Thema, das jeden und alle Altersgruppen beschäftigt. Und wie jeder normale Kunde auf dieser Welt, möchten sich auch Patienten das jeweils beste Angebot aussuchen. Deswegen informieren sie sich ausgiebig und das tun sie heutzutage im Internet. Dabei sind es überwiegend sogenannte Silversurfer, also Menschen im fortgeschrittenen Alter, die im Internet auf Arztsuche gehen. Diese „Online“- Zielgruppe wird also völlig vernachlässigt, wenn Ärzte sich nicht auch im Internet präsent machen.

Auf ihrer Erfahrung und langjährigen Patienten dürfen sich Ärzte aus einem weiteren Grund auf keinen Fall ausruhen. Spätestens bei der Übergabe der Praxis und der Einarbeitung eines Nachfolgers, wird der vermeintliche Wettbewerbsvorteil der Erfahrung schnell nichtig. Dieser kann schließlich nicht auf eine jahrzehntelange Erfahrung zurückgreifen und muss sich seinen Ruf komplett neu aufbauen.

Ein Denken im Hier & Jetzt

Nicht nur in der Gesundheitsbranche, sondern übergreifend in allen Branchen erkennen wir als Marketingexperten, dass viele Unternehmen erst dann Marketing betreiben, wenn für nötig erscheint. Sprich, wenn es dem Unternehmen nicht mehr gut geht. Allerdings sollte der Grundsatz hierbei immer lauten:

Marketing wird dann betrieben, wenn es dem Unternehmen gut geht!

Auch Ärzte sehen oftmals die Notwendigkeit von marketingstrategischen Maßnahmen nicht rechtzeitig. Sie können über Monate hinweg keine neuen Termine mehr vergeben, sind völlig ausgelastet. Das spricht doch für sich?

Sie sind daher im alltäglichen Stress eher damit beschäftigt, alle Termine unter einen Hut zu bekommen. Sich mit dem Marketing für die Praxis auseinanderzusetzen, dafür fehlt schlicht und ergreifend die Zeit.

Vor allem im ländlichen Gebiet haben Arztpraxen kaum Konkurrenz und ein Alleinstellungsmerkmal ist ihr Standort. Die Patienten kommen zu ihnen, weil sie eben vor Ort sind. Sich darauf auszuruhen, bringt ein erhöhtes Risiko mit sich. Ob das alleine langfristig genügen wird, muss jeder Arzt selbst entscheiden.

Angst vor dem Schritt ins Digitale

Außerdem haben viele Ärzte vor den rechtlichen Bedingungen im Internet Angst. Die fremde Materie Marketing ist so schon weit weg von ihrem alltäglichen Schaffen. Online-Marketing scheint in einer ganz anderen Galaxie zu liegen. Viele Ärzte trauen sich nicht den Schritt ins Internet zu wagen. Da würden viele offene Fragen entstehen. Vor allem dann, wenn die Ärzte selber den Online-Auftritt übernehmen möchten. Falls diese sich vorher nicht ausgiebig über die rechtlichen Rahmenbedingungen informieren, kann es zu erheblichen Problemen kommen.

In der Tat gibt es viele gesetzliche Vorschriften, die im Praxismarketing und vor allem auf Praxis-Website zu beachten sind.

Das sollte allerdings kein ausschlaggebender Grund dafür sein, sich dem Internet völlig zu entziehen.

Wenn das Spezialisten im Praxismarketing übernehmen, werden hier Abmahnungen vermieden. Erfolgreiches Praxismarketing, auch online, ist von der professionellen Umsetzung abhängig.

 
Von GOLDfisch ART | 07.05.2019 |